12. Aug2018

Bilanz 15. Buskers Bern, 9. – 11. August 2018

Die 15. Editi­on von Buskers Bern – quasi ein Halb­ju­bi­lä­um – war schlicht ein Traum!


Wir wurden mit sehr gros­sem Wetter­glück geseg­net. Die von Südwes­ten anrü­cken­den hefti­gen Gewit­ter­fron­ten am Donners­tag lösten sich kurz vor Bern entwe­der in Luft auf oder zogen knapp vorbei. Zum Festi­val­be­ginn am Donners­tag, punkt 18.00 Uhr, hörte der Regen auf, star­te­te erst in der Nacht, um Punkt 00.30 Uhr nach dem ersten Festi­val­tag wieder und frisch­te die erhitz­te Altstadt über Nacht etwas auf. Somit war dies eine der eher selte­nen Editio­nen mit keinem Trop­fen Regen und idea­len Tempe­ra­tu­ren zwischen 20 und 25 Grad. Buskers Bern ist enorm wetter­ab­hän­gig und deshalb als Hoch­ri­si­ko-Anlass einzu­stu­fen, eini­ger­mas­sen gute Wetter­be­din­gun­gen sind für das Festi­val überlebenswichtig.

Buskers Bern bedankt sich beim inter­es­sier­ten, enga­gier­ten und fried­li­chen Publi­kum, welches das Festi­val trotz kriti­schen Wetter­pro­gno­sen bereits am Donners­tag in Massen besucht, ein Festi­val­bän­de­li gekauft und die Acts gross­zü­gig mit Hutgeld hono­riert hat. Die einma­li­ge Stim­mung und gros­se Unter­stüt­zung haben uns und die Artist/​innen tief bewegt und freu­en uns sehr. Die Artist/​innen werden nicht müde, von der wunder­schö­nen Altstadt Bern, vom Festi­val und vom Publi­kum zu schwär­men und sich zu bedanken.

151 Artist/​innen aus 45 Grup­pen und 25 Natio­nen versetz­ten das Unesco Welt­kul­tur­er­be mit insge­samt rund 430 Shows einmal mehr in einen Ausnah­me­zu­stand und sorg­ten in drei Spät­som­mer­näch­ten – bei Leer­mond – für Luna­tic Nights“ in den Berner Altstadt­gas­sen. Die Quali­tät der Darbie­tun­gen in den Berei­chen Musik, Street­per­for­mance, Thea­ter, Tanz, Puppen­thea­ter, Akro­ba­tik, Kunst­in­stal­la­tio­nen und Walking Acts war wieder wie immer hoch. Die Auswahl­kri­te­ri­en sowie die sorg­fäl­ti­ge Program­ma­ti­on haben sich bewährt.

Am Donners­tag besuch­ten gemäss offi­zi­el­len Anga­ben der Kantons­po­li­zei rund 15’000, am Frei­tag 25’000 und am Sams­tag 30’000, insge­samt also 70’000 Besucher/​innen das Festival.

Von 35’750 Festi­val­bän­de­li mit Programm­heft (Drei­ta­ges­pass) im Verkauf (analog 2017) konn­ten mit gros­sem Aufwand 27’961 abge­setzt werden. Somit haben rund 40% der Besu­chen­den ein Festi­val­bän­de­li resp. einen Festi­val­ein­tritt gekauft und einen Beitrag an das Weiter­be­stehen des Festi­vals geleis­tet. Dieser Anteil wurde auch durch diver­se Zählungen/​Stichproben bestätigt.

Die Zahlen im Detail:

26’500 regu­lä­re schwar­ze Festi­val­bän­de­li à Fr. 10.— für drei Tage im Verkauf analog 2017, davon 21’995 (2017: 20’749) verkauft.

5’300 silb­ri­ge Gönner­bän­de­li à Fr. 20.— für drei Tage im Verkauf analog 2017, davon 3’287 (2017: 2’878) verkauft.

3’950 violet­te Kinder­bän­de­li à Fr. 5.— für drei Tage im Verkauf analog 2017, davon 2’679 (2017: 2’231) verkauft. Auf 7’789 Festi­val­bän­de­li sind wir sitzen geblieben.

Wir würden uns wünschen, die Quote der Bändeliträger/​innen noch erhö­hen zu können trotz gleich­zei­tig allge­mein zuneh­men­der gesell­schaft­li­cher Gratis­men­ta­li­tät. Bei konstan­ten Besu­cher­zah­len und Einnah­men aus dem Bände­li­ver­kauf und gleich­zei­ti­gen allge­mei­nen Kosten­stei­ge­run­gen möch­ten wir zudem gemein­sam mit den Part­nern weite­re Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten prüfen. Wir würden uns wünschen, dass das Festi­val somit auf eine soli­de und nach­hal­ti­ge finan­zi­el­le Basis gestellt werden könnte.

Die gros­se Zahl der begeis­ter­ten Besu­chen­den und Bändelikäufer/​innen sowie die posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen stim­men uns zuver­sicht­lich, moti­vie­ren und ermu­ti­gen uns.

Das dies­jäh­ri­ge Programm bot eine hoch­ka­rä­ti­ge Auswahl an Musik, Thea­ter, Akro­ba­tic, Tanz, Come­dy und Street­per­for­mance. Unse­re hohen Ansprü­che hinsicht­lich der Quali­tät und Viel­falt wie auch der Anspruch an uns selbst, Neues und Unbe­kann­tes ins Programm einflies­sen zu lassen, haben sich bewährt. Insbe­son­de­re die beiden ausser­or­dent­li­chen Walking Acts Walking Saurus“ der hollän­di­schen Compa­gnie Close-Act sowie die Folie Machi­nes Roulan­tes“ der fran­zö­si­schen Compa­gnie Pipo­to­al lösten wahre Begeis­te­rungs­stür­me aus. Das Publi­kum war sehr inter­es­siert an allen Darbie­tun­gen, die Artist/​innen über­wäl­tigt von der posi­ti­ven Ener­gie und den Rückmeldungen.

Das dies­jäh­ri­ge Motto auf dem Müns­ter­platz war All over“, die unter­schied­li­chen univer­sa­len Ange­bo­te regten an zum Mitma­chen, Genies­sen und Staunen.

Gros­ses Inter­es­se löste auch das Rahmen­pro­gramm mit dem unglaub­lich liebe­voll, aufwän­dig gestal­te­ten und stark ausge­bau­ten Bizaar Akti­ons­markt sowie das Kinder­pro­gramm auf der Müns­ter­platt­form und die Jugend­büh­nen der «Junge Bühne Bern» in der Post­gas­se aus.

Das inter­es­sier­te und offe­ne Publi­kum, die posi­ti­ve Dyna­mik und inspi­rie­ren­de Begeis­te­rung des umtrie­bi­gen Festi­val­teams, die entspre­chend ausser­ge­wöhn­li­che Profes­sio­na­li­tät sowie auch die Stim­mung, welche die Altstadt des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes schafft, begeis­ter­te die Artist/​innen.

Unse­rem Ruf als einem der welt­weit hervor­ra­gends­ten und insbe­son­de­re best orga­ni­sier­ten Stras­sen­mu­sik­fes­ti­vals mit spezi­ell fami­liä­rem Spirit und viel Charme wurden wir einmal mehr gerecht.

Wir wissen die lang­jäh­ri­ge und gross­zü­gi­ge Unter­stüt­zung unse­rer zahl­rei­chen Part­ner, verschie­de­ner Geschäf­te, Insti­tu­tio­nen, Orga­ni­sa­tio­nen sowie der Gönner und Vereins­mit­glie­der sehr zu schät­zen. Jedoch wäre das Buskers nicht durch­führ­bar ohne die rund 300 Frei­wil­li­gen und ohne das 30-köpfi­ge OK, welche seit vielen Jahren mit gros­ser Hinga­be, viel Ausdau­er und Leis­tungs­be­reit­schaft Buskers Bern am Leben erhalten.

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